025 – Wie meditiere ich richtig?

Häufige Fragen und Antworten zur Meditation

 

Meditation – wie macht man das eigentlich? Kann ich da auch was falsch machen? 

 

Wenn wir mit Meditation beginnen, machen wir unglaublich viele Erfahrungen, haben viele Gedanken und Fragen, fühlen uns unsicher.

 

 

Ich weiß noch, als ich in meiner Yogalehrer-Ausbildung das Meditieren gelernt habe, hatte ich mir alle meine Gefühle und Fragen notiert, unzählige! Ich führte ein Meditationstagebuch, das wir dann immer besprochen haben.

 

Den anderen ging es genauso. Und es waren viele Fragen, die völlig irrelevant waren. Weil Meditation sehr frei ist und kein starres Gerüst hat.

 

Natürlich hat jeder Stil auch seine „Vorgaben“ – aber es gibt so viele Arten, dass du absolut frei wählen und bestimmen kannst. Deshalb ist Meditation auch etwas für jeden Menschen und jeder kann es lernen. Das ist wichtig: Es ist ein Lernprozess – Training halt. 

 

Neben vielen Fragen habe ich dir hier die häufigsten Fehler zusammengetragen.

 

Die 4 häufigsten Fragen beim Meditieren

 

1.    Muss ich an nichts denken?

Wie bereits erwähnt, du sollst gerade die Gedanken beobachten. Dieses Missverständnis kommt daher, dass wir versuchen wollen, uns von den Gedanken zu lösen. Aber eben nicht im Sinne von: ich habe keine mehr, sondern: ich lasse mich von ihnen nicht mitreißen. 

 

2.    Muss ich im Schneidersitz und super gerade sitzen?

Die Meditation wird oft mit Yoga in Zusammenhang gebracht. Dann assoziiert man Mönche und kreuzbeinige Yogis, die stundenlang sitzen und sich erleuchten. Ich sage dir aber, ohne es selbst erfahren zu haben ☺️, Erleuchtung kommt auch von nicht gekreuzten Beinen. Relax und tue, was für dich machbar und sinnvoll ist! 

 

3.    Ich spüre keine Effekt nach der Meditation

Oft erwarten wir, nach der Meditation auf Wolke 7 zu fliegen, völlig entspannt und ruhig zu sein. Aber je nachdem, was gerade bei dir los ist und wie deine Meditationserfahrungen sind, kann es sein, dass du erstmal aufgewühlt bist, weil alles auf den Tisch kommt.

 

Fakt ist, jeder Versuch, in die Stille zu kommen, ist perfekt! Meditation erfordert kein Ergebnis, keinen Nutzen. Auch wenn wir hier im Westen das Meditieren als Tool sehen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

 

Die Dauer und die Regelmäßigkeit bestimmen den „Erfolg“ und nicht eine Momentaufnahme. Also, auch wenn du immer noch voller Ameisen bist, bleibe trotzdem dran. Gerade dann solltest du regelmäßig meditieren. 

 

4.  Ich bin so unruhig und kann nicht meditieren

Unruhe, hippelig oder Unsicherheit. Fehlende Zeit, kein ruhiger Ort. Ich könnte dir einige „Ausreden“ aufzählen, warum ich nicht regelmäßig meditiere. Und wie du jetzt weißt, bedarf es keines starren Schemas dabei. Deshalb ist eigentlich der größte Fehler, gar nicht zu starten. 

 

Wie du mit Meditation beginnst und was du beachten darfst, kannst du hier nachlesen.

Oder du besuchst eines meiner Tages-Retreats. Das nächste findet am 5. März statt. Hier findest du alle Infos. 

 

Wenn du mehr in die Tiefe gehen magst, lies hier oder höre hier weiter: 7 Meditationsfehler, die in Wirklichkeit keine sind – Meditieren lernen für Anfänger

 

FAQs: Häufige Fragen beim Meditieren

 

Wie funktioniert Meditation genau? 

Du beobachtest im Hier und Jetzt deine Gedanken, deinen Körper oder ein Objekt. Du konzentrierst dich auf eine Sache, während du wartest, bis der erste Gedanke um die Ecke geschossen kommt. 

 

Wie fange ich am besten mit dem Meditieren an? 

Ich persönlich finde es am einfachsten, erstmal den Atem zu beobachten. Spüren, wie Brustkorb oder Bauch sich heben und senken. Eine Anleitung für Anfänger findest du in diesem Artikel/ Podcast: Meditation lernen: in 9 einfachen Schritten zu mehr Ruhe und Entspannung

 

Kann ich meditieren alleine lernen?

Ja. Aber vielleicht macht es Sinn, einen Ansprechpartner für Fragen zu haben. Manche mögen es lieber, in einer Gruppe zu sein, online oder offline. 

 

Meine Gedanken lassen mich nicht meditieren, was kann ich tun?

Das Beobachten deiner Gedanken, auch wenn sie rasen, ist schon Meditation. Stell dir vor, Du sitzt am Straßenrand und beobachtest den Verkehr. Manchmal ist das ein Riesengetümmel und Stau mit Hupkonzert. Sieh dir diesen Trubel einfach nur an und beobachte, auch wenn es sich komisch anfühlt.

 

Wann ist die beste Zeit zum Meditieren?

Dann, wenn du das Bedürfnis danach hast oder die Zeit. 

 

Mir schlafen die Füße beim Meditieren ein, was kann ich tun?

Mir passiert das auch. Aber oft merke ich es erst, wenn ich aus der Meditation herauskomme. Dir kann nichts Schlimmes dabei passieren. Wenn es dich aber zu sehr ablenkt oder stört, dann versuche eine andere Sitzposition oder nutze Hilfsmittel wie Kissen. 

 

Wie oft und wie lange sollte ich meditieren?

Du bist der Boss. Schau, dass du es regelmäßig einplanst – aber lass es nicht zum Druck werden. Davon haben wir genug im Alltag.

 

Ich habe keine Zeit zum Meditieren!

„Wenn du Stunden mit deinem Smartphone verbringen kannst, findest du wohl 5 Minuten zum Meditieren.“ Joachim Meire

 

Wenn du es wirklich willst, wirst du Zeit dafür freimachen. Wenn du nur dem Hype folgen willst, wirst du wahrscheinlich schnell den Anschluss verlieren, da die Motivation nicht tief genug ist. Was auch in Ordnung ist. Jeder sollte das tun, was er möchte. 

 

Wenn du wirklich etwas verändern möchtest, setze die Priorität für deine Meditation so, dass sie genug Zeit hat. Check doch mal deine Bildschirmzeit im Smartphone. Wieviel Zeit verbringst du dort im Schnitt?

 

Wie werde ich negative Gedanken los?

Widerstand ist zwecklos! Die Gedanken sind da, um beobachtet zu werden. Wollen hartnäckige Gedanken nicht wegziehen, schenke ihnen deine Aufmerksamkeit. Beobachte sie genau. Wo kommen sie her? Warum sind sie da? Was ist der Nutzen für ihre Präsenz? 

 

Sobald du in den Widerstand gehst, werden solche Gedanken richtig Fahrt aufnehmen. Ankämpfen und versuchen zu widerstehen wird dich erschöpfen. Also lass sie da sein, geh zur Seite, mach den Weg frei und beobachte, auch wenn es nicht so toll ist.

 

Wenn dich diese Gedanken sehr zermürben, macht es auch Sinn, mit einem Coach in den Austausch zu gehen, um eine neue Perspektive zu finden, die dann beispielsweise in der nächsten Meditation oder sogar mit deinem Coach beobachtet werden kann. Was genau Coaching ist und wie es dir helfen kann, emotionale Blockaden zu lösen, kannst du hier nachlesen. 

 

Woher weiß ich, ob ich richtig meditiere?

Indem du in die Beobachtung gehst, ist alles in Ordnung. Versuche, dich nicht anzustrengen oder es richtig zu machen. Sei geduldig mit dir. Je schneller du ein gesetztes Ziel erreichen willst, desto länger wirst du dafür brauchen. Also entspann dich und übe übe übe. 

 

Musik beim Meditieren – ja oder nein?

Du bist der Boss! Vielleicht magst du es mal so und dann mal anders. Es gibt auch schöne Mantra-Meditationen, wo du mitrezitieren oder -singen kannst. Wenn wir singen, können wir nicht so viel denken ☺️. 

 

Augen offen oder zu bei der Meditation?

Beides geht. In der U-Bahn oder auf dem Spielplatz magst du sie vielleicht offenlassen, zu Hause eher zu. Mit offenen Augen in den Bergen das Panorama beobachten oder dich mit geschlossenen Augen mit der Erde verbinden. Versuche einfach beides. 

 

Bringen Apps wie headspace, calm oder 7Mind etwas?

Mach dich gerne frei von „Meditation soll mir was bringen“. Das baut nur Druck auf. 

 

Nutze alle Hilfsmittel, die es dir erleichtern, dranzubleiben. Ich selbst nutze Headspace und finde es mega nutzerfreundlich und easy, mir einfach die Tagesmeditation anzumachen. Ich suche nicht nach der passenden Meditation, sondern nehme, was mir angeboten wird. Dazu gibt es tolle Tools, die dich erinnern, dranzubleiben. Also wenn du das brauchst, why not?

 

 

Noch Fragen offen? Dann hinterlasse mir hier einen Kommentar oder schreibe mir eine E-Mail.

 

Wenn du Lust hast, Meditation für dich zu entdecken, dann besuche einen meiner Yogakurse oder komm mit auf ein Retreat oder Workshop. Alle Links zu Veranstaltungen findest du hier.

 

Jetzt bist du dran! Einfach ausprobieren. Viel Spass!

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