Warum du keine schlechte Mutter bist, wenn du täglich 10 Minuten Yoga machst

Mein schlechtes Gewissen hat mich oft innerlich zerrissen!

 

Als meine Tochter auf die Welt kam, stand alles kopf. Dazu kamen Berge an Wäsche, Haushalt und Grundbedürfnisse, die nicht erfüllt wurden: Schlafen, Duschen, Essen. Wenn meine Kleine mal schlief (meist auf mir drauf), bin ich oft stundenlang nicht auf Toilette gegangen oder habe Schmerzen ausgehalten, nur um mich nicht zu bewegen. Schlafen konnte ich so natürlich auch nicht.

Ich lernte also schon sehr früh als junge Mama, meine Grundbedürfnisse zurückzustellen.

Nicht gut, aber auch nicht ungewöhnlich. Ich glaube auch, dass dies in gewisser Weise von der Natur so gewollt und einprogrammiert ist. Vielleicht nicht in dem Ausmaß, denn früher hat das berühmte Dorf ein Kind großgezogen und nicht eine Mutter allein.

 

Über den Druck, alles richtig zu machen

Die neuesten Erkenntnisse der Bindungsforschung raten, die Bedürfnisse der Kinder in den Vordergrund zu stellen, ihnen viel körperliche Nähe zu schenken, damit etwas Gescheites aus ihnen wird. Und ich glaube, ich habe mir da echt einen Riesenkopf darüber gemacht. Und auch heute noch, denn: Ich will das Beste für meine Kinder und ich will ihnen eine gute Mutter sein.

Ich möchte mir nichts vorwerfen, und ich wünsche mir, eine enge Beziehung zu ihnen zu haben, auch dann noch, wenn sie schon erwachsen sind. Vielleicht steckt auch der Wunsch dahinter, gebraucht zu werden oder sie „für immer“ bei mir zu haben. Es geht in jedem Fall tief.

Es ist schon besser geworden, aber die Frage, ob ich eine gute Mutter bin, stelle ich mir regelmäßig. Per se finde ich das nicht falsch, die Frage nach dem gesunden Maß stellt sich allerdings.

 

Gibt es eine begründete Sorge, eine schlechte Mutter zu sein?

Und was noch viel tiefer dahinter steckt: Wovor habe ich Angst? Gibt es Anzeichen, dass ich keine gute Mutter bin? Ist die Angst begründet?

Und natürlich sage ich da: ja! In jedem Moment, wenn ich ausflippe, meine Kinder wegen Arbeit hintanstelle, genervt bin von ihrem Spiel, ich sie regelmäßig auf ihre Fehler hinweise und zu wenig lobe oder sie zum wiederholten Male vertröste – ja, da sehe ich Zeichen und fühle mich schuldig!

 

Zeit für mich passt nicht in das Konzept „gute Mutter“ – oder doch?

Wenn ich jetzt noch daran denke, mir Zeit für mich zu nehmen, mir mal etwas zu gönnen – dann sieht mein Gedankenkarussell ungefähr so aus:

Dann bin ich ja noch weniger präsent. Dann muss mein Mann einspringen, der ja auch viel zu tun hat, dabei macht er doch schon so viel. Und außerdem: Das Kind braucht ja die Mutter als erste Bezugsperson. Wenn es schreit oder traurig ist, muss ich da sein als Mama. Und wenn ich nicht da bin, lieben sie Papa irgendwann mehr als mich? Werde ich entbehrlich? Es versetzt mir immer einen Stich ins Herz, wenn mein Sohn zum Trösten nur Papa verlangt und nicht mich, obwohl gerade ich nur da bin. *schnief*

Dann ist da noch der Haushalt, der sich nicht von alleine macht. Ich nutze jede freie Sekunde, um mal eben schnell … Ich kann doch nicht Yoga machen oder mich mal hinlegen, wenn es hier so aussieht, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte! Das gilt übrigens auch, wenn es nicht soo schlimm aussieht – zu tun gibt es immer genug! ☺️

 

Kinder brauchen NUR bedingungslose Liebe

Heute bin ich weiter, habe einen anderen Blick auf die Dinge und auch mehr Selbstvertrauen in meiner Mutterrolle. Ich weiss, dass ich eine gute Mutter bin, auch wenn ich Fehler mache. Ich weiss, dass ich nicht perfekt sein kann. Und ich weiss, dass die Kinder nur meine bedingungslose Liebe brauchen – mehr nicht. Und der Beweis, dass ich eine gute Mutter bin, sind meine Kinder! Sie sind großartig!

Aus dieser bedingungslosen Liebe erwächst tiefe Empathie, Wertschätzung, Akzeptanz und Vertrauen.

 

Eine schlechte Mutter lässt sich nie an äußeren Faktoren festmachen!

Die äußeren Umstände können keine Rückschlüsse auf die Kompetenz einer Mutter zulassen! Das ist Fakt! Und das bedeutet, dass wir aufhören müssen zu urteilen, wer eine gute oder schlechte Mutter ist.

Diese Erkenntnis ist großartig, aber auch ein wesentlicher Knackpunkt. Mein Verhalten spiegelt meine innere Verfassung wider: Bin ich müde, erschöpft, hungrig, unausgeglichen, gestresst, unzufrieden, krank – dann bin ich nicht ich selbst. Auch wenn ich dies oft bin und glaube, es gehöre dazu.

 

Mütter funktionieren immer – unsere größte Gabe ist unsere größte Herausforderung

Stehe ich nicht in meiner Kraft und Energie, ist nichts da, was ich geben kann. Und wir Mütter haben ein Riesendepot an Energie, leider vergessen wir, es regelmäßig aufzufüllen. Wir gehen sogar ins Minus, nur um zu funktionieren.

Um zu funktionieren, müssen deine Hardware und Software laufen – Körper und Geist. Selbstfürsorge muss an erster Stelle stehen! Nur so kannst du dich um deine Kinder gut kümmern! Und ich weiss, dass du jetzt vielleicht denkst, das geht nicht …

 

Selbstfürsorge ist die Grundlage, um eine gute Mutter zu sein

Dies zu wissen ist GOLD, es umzusetzen PLATIN. Mütter haben in ihrer Rolle eine besondere Herausforderung, wenn es um Selbstfürsorge geht. Den inneren Schweinehund haben wir alle, egal ob Mutter oder nicht. Die Verantwortung für ein anderes Leben, das schlechte Gewissen, das ich gerade beschrieben habe, und auch die Erwartungen der Gesellschaft an diese Rolle machen einen ganz großen Unterschied. Lies in diesem Artikel, warum du es wirklich nicht schaffst, dir Zeit für dich zu nehmen. Der innere Schweinehund ist eine ganz andere Nummer.

 

Denkmuster und Blockaden mit Coaching sichtbar machen

An dem gesellschaftlichen Druck und dem schlechten Gewissen kannst du sehr gut mit Coachings arbeiten. Das habe ich auch getan und nutze es auch heute noch regelmäßig. Oft packen wir Coachings nur in den Business-Kontext, aber die Grundlage für ein erfolgreiches Leben, und wenn du willst auch Business, liegt IN dir!

All die Dinge, die uns blockieren und hemmen, einmal anzusehen und zu enthüllen, verändert schon sehr viel! Dein Selbstbewusstsein wird wachsen und deine Wahrnehmung im Alltag schärfer.

 

Yoga ist Selbstcoaching auf der Matte

Und natürlich muss ich an dieser Stelle die Yoga-Fahne in die Luft halten: Es gibt nur wenige Dinge, die so effektiv und flexibel sind wie das Yoga und die gleichzeitig deine Selbstwahrnehmung und deine Gesundheit so positiv beeinflussen.

Du kommst wieder in Kontakt mit dir, spürst dich und lernst, deine Bedürfnisse immer mehr wahrzunehmen. Dein Körper profitiert davon – Bewegung baut Stress ab, du wirst geschmeidiger, fitter und hast mehr Energie.

 

Yoga ist die Antwort für mich

Yoga umfasst nicht nur verbiegende Positionen, die man 90 Minuten durchackern muss. Yoga ist unglaublich vielfältig. Schon kurze Sequenzen von 10 Minuten täglich reichen aus.

Und Yoga ist nicht nur das „Turnen“ auf der Matte, dazu gehört auch die Meditation oder Atemübungen – und diese brauchen auch nicht viel Zeit in Anspruch zu nehmen noch musst du irgendetwas können, bevor du damit anfängst.

Wenn du Anleitung brauchst und auch gerne in einer Gruppe zusammen übst, dann hüpfe zum Beispiel in meinen Happy Morning Yoga-Kurs. Jeden Donnerstag von 6:15 bis 6:30 Uhr machen wir kleine, feine Übungen, die dich gut in den Tag starten lassen. Und natürlich wird die Einheit aufgenommen, und du kannst sie jederzeit und sooft du möchtest abrufen und so nutzen, wann es in deinen Tag reinpasst. Hier kannst du deinen Platz direkt buchen.

Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine kurze Session in der Woche nicht die Welt ist, aber es ist ein Anfang. Der Weg zu deinem inneren Kompass ist es, regelmäßig auf die Matte zu kommen.

 

Entwickle eine Morgenroutine, die zu dir passt

Das funktioniert regelmäßig nur, wenn dein Mindset stimmt und du eine Routine daraus machst.

In meinen Coachings arbeiten wir genau an diesen beiden Stellschrauben. Wir schauen, was dich blockiert und hemmt, und entwickeln auf der anderen Seite eine Morgenroutine, die zu dir passt, flexibel und effektiv ist. Und Morgenroutine deshalb, weil das schweinehundmäßig die beste Zeit ist.

So kannst du deine Erkenntnisse aus dem Coaching direkt in den Alltag einfließen lassen. Denn was bringt dir eine Erkenntnis, wenn du nicht in die Umsetzung kommst oder sie gar vergisst?

Deine Morgenroutine ist dein Tool zu mehr Selbstbestimmtheit und Gelassenheit im Alltag – step by step. In diesem Artikel findest du ein paar Ideen zu kleinen Routinen im Alltag, die dir Kraft schenken.

Wenn du mit mir zusammenarbeiten möchtest, schreibe mir einfach eine Nachricht. Alle Informationen zu den Coachingpaketen und Preisen findest du hier.

Denke immer daran:

Du bist natürlich keine schlechte Mutter, wenn du täglich 10 Minuten Yoga machst, sondern du wirst wieder zu der Mutter, die du sein möchtest.

 

Sorge für dich und sei ein Vorbild für deine Kids! Du bist es wert!

Alles Liebe,

Deine Vinka

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Vinka Raddeck Coachings

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